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Transformation

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Transformation: From Latin transformatio (trans ["across, on the far side, beyond"]) + formatio ("shape, form"); Borrowed from Ancient Greek μεταμόρφωσις (metamorphosis);

A marked change in appearance or character; a mapping of one space onto another; the alteration of a bacterial cell caused by the transfer of DNA from another; (Source: Wiktionary)

Das neue Unbekannte "Man muss [Experimentalsysteme] als Orte der Emergenz ansehen, als Strukturen, die wir uns ausgedacht haben, um Nicht-Ausdenkbares einzufangen." (Rheinberger, 2007)

Was gibt es Neues wenn die Gegenwart von der Lichtgeschwindigkeit abhängt? Vielleicht sollte man sich das Neue zuerst als Unterschied vorstellen, etwa als Donnerkeil zum Aufhebeln der anderen Seite der Nacht. Ist das Neue unvorhersehbar und das Unbekannte unkontrollierbar - d.h. kontingent, potenziell, oder nur ein Zufallsprodukt - muss man die entsprechenden Bedingungen aufstellen damit es sich ereignen kann.

Der Begriff 'unbekannt' ist eine Anspielung auf das 'Dazwischen' - auch ein Zukunftwerden des Möglichen durch Dissolution und Rekombination - wo Wechselwirkungen zwischen Artefakten, Bewusstseinen, Kommunikationen und Körpern zeiträumliche Interferenzen mit Gleichgewichtszuständen ergeben welche ... "life as an abstract phenomenon, a set of vital functions implementable in various material bases" (Langton, 1996) untermauern würden. Design ist eine Praxis des Unbekannten und Designer sollten damit in Berührung bleiben um dem Leben näher zu sein.
 
Abstrakte Maschine Arthur Schopenhauer dachte sich eine abstrakte Maschine aus um Interaktionen zwischen der Materie und den Naturkräften zu verdeutlichen. Er argumentierte, dass bei Eintritt geeigneter Bedingungen das Gesetz der Kausalität die Zeit, den Raum und das Recht einer entstehenden Kraft bestimmt: (a) sich der Materie zu bemächtigen, und (b) ihr wahres Wesen zu offenbaren. Die Kraft an sich existiert ausser aller Zeit und wird, einmal aktiviert, zur Erscheinung oder Vorstellung. Ändern sich die Bedingungen, wird sie unvermeidlich von einer anderen Kraft verdrängt.

"[D]as Gesetz der Kausalität [hat] nur in Beziehung auf Zeit und Raum und die, in der Vereinigung Beider bestehende, Materie Bedeutung [...] indem es die Gränzen bestimmt, welchen gemäß die Erscheinungen der Naturkräfte sich in den Besitz jener theilen, während die ursprünglichen Naturkräfte selbst [...] außerhalb jener Formen liegen." (Die Welt als Wille und Vorstellung, Zweites Buch, Kapitel 26)

Schopenhauers Maschine entfaltet sich wie folgt:

  1. Eisengewichte und kupferne Räder veranschaulichen Schwere und Starrheit. Sie setzen die Dinge in Bewegung nach den Gesetzen der Mechanik.
  2. Ein starker Magnet wird benutzt um die Maschine mit magnetischen Kräften anzuhalten.
  3. Die Kupferscheiben werden mit Zinkplatten und je einer Elektrolytschicht [Salzlösung] kombiniert um die Kraft des Galvanismus darzustellen.
  4. Die Temperatur wird erhöht und Sauerstoff hizugefügt bis die Maschine verbrennt um auf die Kraft des Chemismus [also die auf Moleküle und Atome einwirkenden Kräfte] hinzuweisen.
  5. Das kalzinierte Metall wird [ionisch] mit Säure verbunden um ein Salz zu produzieren, was zur Kristallbildung führt.
  6. Die Kristalle verwittern, vermischen sich mit anderen Substanzen und liefern Nährstoffe für die Vegetation.
 
Geometrische Variationen 1) In der Computergrafik wird die mathematische Darstellung eines Objekts von XYZ-Koordinaten bestimmt um eine Viewbox festzulegen. Zweidimensionale Transformationen wie beispielsweise die Verschiebung, Skalierung oder Rotation einer geometrischen Kontur erfolgen, indem die Translationswerte zu den XYZ-Positionen der Eckpunkte addiert- bzw. davon subtrahiert werden, gefolgt von einer Nachzeichnung der jeweiligen Verbindungsstrecken.
Die [planar geometrische] Projektion eines im logischen 3D-Raum schwebenden Objekts (wo alle Punkte als XYZ-Tripel repräsentiert sind) wird auf der Ansichtsebene geschnitten und zur zweidimensionalen Anzeige in den Viewport gemappt. Die Ansichtsebene einer zentralperspektivischen Projektion, die eine dreidimensionale Szene aus einer Entfernung d vom Nullpunkt halbiert, konvergiert alle parallelen Linien in Z-Richtung und bestimmt auch die Grösse und Entfernungen der Objekte mittels Skalierfaktor der von einer Division der XY-Koordinaten durch Z abgeleitet wurde.

2) Platons "kosmologische Organisation des Universums" inegrierte vier regelmäßige Polyeder als Grundbausteine die mit den vier klassischen Elementen Feuer, Luft, Wasser, Erde verknüpft waren:

"Dass nun zunächst Feuer, Wasser, Luft und Erde Körper sind, ist wohl jedermann klar. Zu einem jeden Körper gehört nun auch Höhe. Höhe aber setzt ganz notwendig wieder Oberfläche voraus. Jede geradlinige Grundfläche ferner besteht aus Dreiecken. Alle Dreiecke aber gehen auf zwei zurück, von denen jedes einen rechten und zwei spitze Winkel hat." (Timaios, c. 360 v. Chr. [Platon: Sämtliche Werke. Band 3, Berlin, 1940])
Die Flächen dieser Polyeder, oder platonische Körper, enthalten gleichschenklige oder ungleichseitige Dreiecke welche, laut Platon, "mit der Fähigkeit ausgerüstet sind, aus einander zu entstehen" und womit die ganze Materie der sichtbaren Welt assembliert werden könne.

Alchemisten sollten das antike kosmologische System, sowie die hochintegrierte Beziehung des Menschen zur Welt, später erweitern. In diesem Sinne verweisen Quecksilber, Schwefel und Salz auf die drei Prinzipien der Alchemie welche den flüchtigen Verstand, die Seele und den Körper repräsentieren; Solis-Gold ist männlich, Mercurii-Quecksilber ist hermaphroditisch und Lunae-Silber ist weiblich; die vierElemente Erde [Würfel], Wasser [Ikosaeder], Luft [Oktaeder], Feuer [Tetraeder] - und die elementaren Eigenschaften warm, kalt, feucht, trocken - entsprechen den vier Trigrammen des Tierkreises [Erdzeichen: kalt-trocken, Wasserzeichen: kalt-feucht,Luftzeichen: feucht-warm, Feuerzeichen: warm-trocken] sowohl als den vier Temperamenten des Menschen [cholerisch: warm,phlegmatisch: kalt, sanguinisch: feucht, melancholisch: trocken]."
 
liquidus, fluxus, liqueo 1) Wasser folgt einem weit entfernten Eisenkern der sich um die Sonne dreht. Wasser überwindet alles im Weg stehende durch Formung und Umformung. Wasser ist ein Ort der Transformation: Mal hell, mal dunkel; reflektierend und transparent; silbrig oder schäumend; hier pressiert und dort verweilend. Man erkennt, dass nichts so konstant wie die Veränderung ist. Die Bewegtheit des Wassers vermittelt "das Fliessende und den Fluss der Dinge".

2) Wie Energie folgt auch Kapital dem Weg des geringsten Widerstands um sich zu erhalten oder zu vermehren. Besteht Zuversicht & Vertrauen, kann ein Objekt ohne Eigenwert zu quasi jedem Preis mehr Liquidität anziehen. In einer "weissen Liquiditätsblase" (Mainelli, 2007) produzieren Preisanstiege mehr Käufer und weniger Verkäufer, was wiederum zum Preisanstieg beiträgt. Doch sollten alle liquidieren, dürfte sich ein Objekt trotz Fundamentalwert auf dem Markt als wertlos erweisen. In einem "schwarzen Liquiditätsloch" produzieren Preisrückgänge weniger Käufer und mehr Verkäufer, was wiederum zum Preisrückgang beiträgt. Beide Phänomene widersprechen dem Angebots- und Nachfragemodell, können aber aus einer verhaltensorientierten Finanzmarktperspektive erklärt werden (Daxhammer, 2018).

AUFWÄRTSSZENARIO

"Prices had soared far above the stormy levels of the preceding winter into the blue and cloudless Empyrean. [...] This was a new era. Prosperity was coming into full and perfect flower." (Allen, 1931)

1716 implementierte John Law in Frankreich ein neues Banken- und Geldsystem mit folgenden Aspekten: (a) Die Gründung der Banque Générale und Monetarisierung von Staatschulden, (b) Die Gründung neuer Aktiengesellschaften, und (c) Akzeptanz von Aktien als Sicherheiten für Kredite (Binswanger, 2015). Die von der Bank ausgegebenen Banknoten sollten die bestehenden Gold- und Silbermünzen als Tauschmittel ersetzen und wurden gesetzliches Zahlungsmittel für zu entrichtende Steuern. Als die französische Krone Alleinaktionärin der Bank wurde, entfiel die partielle Edelmetalldeckung des Geldes [wobei Banknoten nicht mehr in Gold umzutauschen waren].
Ferner hatte die von John Law gegründete Compagnie des Indes 1719 das Recht zum Einzug von Steuern erworben und sich sogar die königliche Münzanstalt einverleibt. Je mehr Aktien dieser Gesellschaft die Menschen besassen, desto mehr Kredite konnten sie aufnehmen um mehr Aktien zu kaufen, was den Preisauftrieb beschleunigte, und je mehr Menschen dabei reich wurden, umso mehr glaubten Andere den rosigen Hype [um künftige Erträge in den Kolonien] und begannen ebenfalls zu kaufen. Auf dem Höhepunkt der "Mississippi-Blase" waren die Aktien der Compagnie des Indes (welche inzwischen mit der Bank fusioniert hatte) von 500 auf 10.000 Livres gestiegen.

ABWÄRTSSZENARIO

"A cross-border financial flow [is] the transfer of a medium of exchange, from the buyer to the seller, whose inseparable counterpart is a flow of other gross financial assets that crosses the border in the opposite direction, without any role for physical resource flows." (BOE, 2020)

Im Februar 2020 traf Covid-19 die Finanzmärkte - genauer gesagt, die Zukunftserwartungen der Finanzmärkte - was einen "Dash-For-Cash" auslöste und den Anfang von Kreditverknappung, Liquiditätshortung, Geldflucht und Wertvernichtung markierte. Durch die Umschichtung von Finanzanlagen in sichere Assets und sichere Häfen entstand eine negative Feedbackschleife: Rasante Abverkäufe führten zu Preisverfall und Abschreibungen welche in Kapitalverlusten resultierten die wiederum durch mehr Abverkäufe zur Beschaffung von Liquidität ausgeglichen wurden um Nachschussforderungen nachzukommen. Sogar der Goldpreis fiel zunächst was kontraintuitiv erscheinen mag.
Der unmittelbare Schock der Pandemie hatte Auswirkungen auf die globalen Kapitalflüsse, wobei signifikante Abflüsse aus den Schwellenländern zu beobachten waren.
Agententechnologie Ein Stimulus-Reaktionsmechanismus der aus einem Sensor, einem Effektor, und etwas Verbindungsdraht besteht, könnte als einfacher Agent agieren. Mit verschiedenen Sensoren, mit Direktverbindungen, Querverbindungen, exzitatorischen- und inhibitorischen Verbindungen, oder durch die Verwendung von Schwellenwertgeräten und funktionalen Abhängigkeiten, wird der Agent schnell kompliziert. Interne Modellierung, Erinnerungsvermögen und Objekterkennung erlauben Methode und Erwägung, was man aufgrund blosser Verhaltensbeobachtung einer Intelligenz zuschreiben mag. Jedoch wären sich die Designer des Agenten der Schrittfolge die zum aktuellen Stand der Technik führte wohl bewusst - und wahrscheinlich auch, dass ... "all specified complexity must ultimately rise from simplicity by some kind of escalatory process" (Dawkins, 2006). In diesem Licht könnte gar argumentiert werden, dass das menschliche Gehirn keine endgültige Erklärung ist für die komplexen Artefakte die es konzipiert da es die einfachen evolutionären Anfänge seiner selbst nicht wiederaufrufen kann - das heisst ... "smartness arising out of nothing, or rather, out of not-so-smart premises" (Braitenberg, 1984).

Die Goddard-Agent-Architecture besteht aus verschiedenen Software-Modulen die Funktionalität implementieren, Informationen sammeln oder verbreiten, den eigenen Zustand überwachen, und mit anderen Modulen interagieren. Ein Agent erhält typischerweise System- oder Sensordaten als Input die zusammen mit Zustandsinformationen modelliert werden um ein Ziel zu formulieren. Dann werden die Schritte eines Plans priorisiert, verschickt um mittels verschiedener Effektoren ausgeführt zu werden, und schliesslich ein Erledigungsstatus zurückgemeldet.